Samstag 7. November: Atonal mit Svartvit /
Jean-François Laporte

Ab 22 Uhr

JEAN-FRANÇOIS LAPORTE [live | Totem Contemporain | Montreal]
"Analog Feedback Shamanism"
Jean-François Laporte ist seit Mitte der 90er in der zeitgenössischen Kunstszene aktiv und lernt Kunst durch intuitive Musik-Erschaffung mit konkretem Experimentieren an der Materie - eine hybride Herangehensweise, die bildende Kunst mit Klangforschung vereint. Seine einzigartige artistische Vision stützt sich auf aktives Hören jedes Klanges, jedes Objektes und jedes gegebenen Zustandes. Die daraus entstehende enge Zusammenarbeit mit rohen Materialien präsentiert jeweils einmalige Klangkonstruktionsmöglichkeiten. Geprägt von der grossen Diversität seiner Klangquellen beherbergen Laportes Arbeiten hohe ästhetische Qualitätsansprüche und eine unweigerliche Eigentümlichkeit.
Mit über 70 von internationalen Orchestern und Ensembles dargebotenen Werken mischt Laporte in den Welten der zeitgenössischen Komposition, elektroakustischer Musik, der Klangkunst und der experimentellen Musik mit. Bekannt für seine kontinuierliche Erfindungen neuer Instrumente - darunter viele die mit Luftdruck funktionieren und wohl zu den lautesten Instrumenten überhaupt gehören - hat Laporte dafür und für seine computerisierten und roboterisierten Klanginstallation schon etliche Auszeichnungen eingeheimst.
-> Jean-François Laporte

SVARTVIT [live | The Tide Of The End | Den Haag]
"Harsh Noise Danger"
Svartvit ist ein 2008 vom holländischen Klangartisten Kevin Jansen ins Leben gerufenes Noise-Projekt, welches seither in Präsentation und Klang eine starke Entwicklung erlebt hat. Ausgehend von monotonen Studien struktureller Lärmarbeiten hat sich das Projekt in einen direkten Kanal für Wut, Frustration und ein Hinterfragen der modernen Gesellschaft durch Klang und Performance entwickelt. Svartvit bezieht sich auf eine breite Palette von Einflüssen, einschliesslich (aber nicht beschränkt auf) Wiener Aktionismus, sozio-politische Themen, Untergrund Punk und Hardcore, Russischem Konstruktivismus und auch Zeitgenossen wie Sword Heaven, The Rita, Prurient oder Vomir. Das Resultat ist eine sehr persönliche und emotionale Darstellung eines aufgewühlten Geistes, überwältigend und oft physisch. Kevin präsentiert seine Arbeiten in einer bodenständigen und wirklichkeitsnahen Art die sich ethisch auf die DIY-Kultur des Punks und auf den Anarchismus beziehen. Über die Jahre hat sich Svartvit einen ziemlichen Ruf erarbeitet. Seine spektakulären Live-Shows konfrontieren mit Elementen der Gefahr und sollten auf keinen Fall verpasst werden!
-> Svartvit auf Bandcamp

EVA D. [DJ | Schimpfluch | Züri]
Ein komplementäres Verneigen im Kontext der dargebotenen Live-Acts wird in einen eklektischen Mix verschiedener musikalischer Genres übergehen, der vielleicht Industrial, Klubmusik, Punk, Metal, Electro oder Illbient mit einer experimentellen Attitüde berührt, oder aber andere Formen von Sinnesverkrümmungen suggerieren wird.
-> Dave Phillips