STANLEY BRINKS & FRESCHARD [live | Radical Baboon | Berlin]
André Herman Düne gründete 1999 mit seinem Bruder das erfolgreiche Trio "Herman Düne", das er 2006, trotz eines Plattenvertrags bei einem Major Label und angesagten Konzerten auf grossen Bühnen, plötzlich verlässt, und damit auch die (Musik-) Rechte an seinem Namen verliert. Schon früher hatte er unter seinem richtigen Namen oder Pseudonymen wie AHD, Ben Dope, Ben Haschish, Klaus Bong, John Trawling, John Andreas und Lord Stanislas nebenbei Solo-Alben eingespielt. Nun benennt er sich kurzerhand in Stanley Brinks um und verfolgt seither unbeirrt seinen Weg: Mit seinen warmen, reduzierten, poetischen Folk-Songs ist er unermüdlich unterwegs, spielt meist in intimen, kleinen Räumen, arbeitet immer wieder mit anderen grossartigen Musikern zusammen, zuerst "The Wave Pictures" aus England und später mit den norwegischen "The Kaniks", um seinem Leben aus Kreativität, Reisen und Freundschaft zu frönen. Seit seinen Anfängen produziert er in Eigenregie mit möglichst wenig technischem Brimborium etwa vier Alben pro Jahr auf seinem eigenen Label (es wird gemunkelt, dass es schon gegen 100 sind), die man bei seinen Konzerten erstehen kann.
Clemence Freschard und Stanley haben seit 2004 ihre Basis in Berlin gefunden und tingeln zusammen durch die Welt. Aufgewachsen ist sie auf dem Land im schönen Burgund, organisiert mit etwa 12 Jahren in einer Scheune eigene Shows, zieht mit 18 ins grosse Paris, backt Kuchen und Kekse in Cafés, wo der lokalen Musiker und regelmässige Kunde André für sie einige Songs komponiert, die sie als erste EP unter dem Namen Freschard herausgibt. Obdachlos, folgt sie ihm mit ihrem letzten Geld nach New York, findet eine alte, elektrische Gitarre und beginnt ihre eigenen Songs zu schreiben. Seither hat sie mit verschiedenen Musikern zusammengespannt, Alben von Pop bis Folk aufgenommen, an poetischer Noise-Musik gearbeitet, spielt mit Stanley in einer Calypso Cover-Band namens "Kreuzberg Museum" und nimmt als Toningenieurin die Musik ihrer Freunde auf.
Ihr charmanter französischer Akzent, Stanleys falsettartige Stimme und das eingängig minimalistische Song-Writing funktioniert genau so gut solo wie zusammen, zieht den Zuhörer alsbald in seinen charismatischen Bann und lässt das erfüllte Leben dieser Bohemiens erahnen.
-> Stanley Brinks
-> Freschard
ULLA & TISCHLAMPENFIEBER [DJs | Züri]
schleppen sicher wieder Unmengen gemütliches bis aufregendes, obskures bis bekanntes, vergessenes bis unvergessliches 7" bis 12" Vinyl an und hauen es sich und uns um die Ohren, dass die Herzen hüpfen, die Füsse fliegen und die Backen wackeln.