Donnerstag 17. Oktober: Robedoor, Sand Circles, Fred Hystère

Ab 22 Uhr

ROBEDOOR [live | Los Angeles | Not Not Fun, Hands in the Dark]
SAND CIRCLES (live | Stockholm | Not Not Fun]
FRED HYSTÈRE (DJ | Züri | So So Low]

Ein Wohnwagen an den Rändern. Die Eltern auf plastikbezogenem Sofa vor der Kiste. Erdnussbutter und Weissbrot. The little Boy im schäbigen Zimmer, lonely somehow, Schlafstörungen, does not not know where to go. Die Wände krümmen sich. Aus schäbigen Kopfhörern wiederkehrende verzerrte Muster. Fliegen knallen an die Lampe. He gets lost in Soundscape, but something opens up somehow, in its darkness.

«Robedoor is more about alchemical escape, the world grinding above you while you stumble through some subterranean reality below.» Britt Brown, Robedoor

Das Duo Britt Brown und Alex Brown alias ROBEDOOR sind zur grossen Freude mit ihrem neuen Album Primal Sphere (Hands in the Dark) in der Röhre zu Gast und wattieren hopefully die Besucher_innen in eine Sphäre dronend-noisiger Flächen und stampfend deeper Trommelsalven, repetitiv-reduziert und stoisch-einnehmend. Die gleichbleibenden Schläge und warnenden Hörner, die verrissenen Bassflächen, die langgezogenen Gitarren und sparsam verkaterten Vocals lassen einem stetig in Schwere schwebend, unbeeindruckt der vorgegebenen Geschwindigkeit und hellen Lichter da draussen. Einmal drinnen im Sumpf ist man verlockt das Wort eskapistisch positiv zu drehen. Alles andere als nett, nix versöhnend, eher Kratzbürste als Hippie-Shit, aber durchaus vereinend im Zweifel. Trotziger Eskapismus. The Flow starts wenn das Fest vorüber, die Biere getrunken und die Zigaretten geraucht sind. Mal vorerst unten bleiben, lights out. Innerlich treibendes Verharren kurz bevor die Veränderung eintrifft.
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-> Robedoors Primal Sphere auf Soundcloud

Vor den zwei Herren schwingt sich SAND CIRCLES (Not Not Fun) aus Stockholm cinematographisch an die Synthies und webt uns mit Minimal-Ambient-Drones in melancholische Landschaften.
-> Sand Circles auf Soundcloud

Before and After dreht lowlow Fred wieder alle Scheiben viel zu langsam.

Kommt in die Höhle, close your eyes, drop out of everyday s*** while you stay awake.

Not Not Fun:
Britt Brown von Robedoor und Amanda Brown (Pocahaunted, LA Vampires) gründeten 2006 das «Live-Recording- und Mixtape-Bedroom-Label unter Freund_innen» Not Not Fun mit Sitz in Los Angeles, welches sich zu einem der interessantesten Psych-Synth-Dub-Drone-Noise-Pop Labels der letzten Jahre mauserte. (Sun Araw, Maria Minerva, Ducktails, Cuticle, La Vampires, Pocahaunted…) Und selbst jetzt wo der Laden läuft, haben sie nie aufgehört liebevoll-konzeptionell Handarbeit anzulegen und halten sich an Materialität und Klein-Editionen. Da gibts Tapes und schöne Poster, da wird gezeichnet und Vinyl gepresst und immer ist alles etwas verschroben. Die Sounds könnte man ab und an nostalgisch fluchen, weil immer wie unter Wasser. Am Rande des Pools stand halt maybe grad ein Zoom, während man gemeinsam rumorte und untertauchte. 80ies Sound à la low-90ies mit dem Collage-Bewusstsein von 2013.
-> Not Not Fun