Donnerstag 25. April: Ivarlumb

Offen ab 20 Uhr | Konzert pünktlich um 21 Uhr

Ivarlumb spielen ihre Musikgeräte – den guten alten Analogsynthesizer Korg MS 20 und die gute alte Blockflöte – mal mit Wah-Wah, mal ohne, mal verzerrt, mal unverzerrt und überhaupt, wie’s ihnen gerade einfällt. Im freien Zusammenspiel prallt das Rohmaterial der zutage geförderten Klangpotentiale ungebremst aufeinander, um als fein ziselierten Rasereien in immer höheren Sphären sich zu verschlingen. Ein Hörereignis, das etliche Überraschungen bereithält, welcher Art auch immer; oder um es mit dem guten alten Rafael Alberti zu sagen: "Angeles malos o buenos, / que no sé, / te arrojaron en mi alma." (Gute oder böse Engel, / was weiss ich, / schmissen dich in meine Seele.)

Ivarlumb sind Dominik Blum und Alex Riva. Während Alex Riva (Sopranflöte und Sopranino) den direkten Weg in die Lokale für experimentelle Musik gewählt hat – z.B. im free-noise-Duo Alex Riva / Lukas Müller – nahm Dominik Blum den Umweg über die klassische Musik: Nach der Rock’n’Roll-Früherziehung folgte ein autodidaktisches Studium der Hammond- und der Kirchenorgel, das er am Konservatorium mit einem Konzertabschluss Klavier beendete. Mit seinem Projekt "Steamboat Switzerland" (Dominik Blum/Marino Pliakas/Lucas Niggli) ist er als wohl brachialster, innovativster und genialster Noise-Musiker bereits jetzt in die Musikgeschichte eingegangen.

Wer nicht glaubt, dass man mit Blockflöte und Orgel gröbsten Noise der Extraklasse machen kann, dem seien Ivarlumb ans Herz gelegt. Ihr Rezept: Mit hundert Kabeln und ein paar Kistchen verwandeln die brillanten Musiker die braven Instrumente aus Primar- und Sonntagsschule in Höllenmaschinen vom Derbsten und Feinsten. Also Ohrstöpsel rein und geniessen!